Ich, ich, ich : Narzissmus im Netz

In diesem Radio-Feature fragt Anita Horn unter anderem mich als Psychoanalytiker:

Welchen Stellenwert hat Narzissmus im Netz?

Wo liegt die Grenze zwischen gesunder Selbstdarstellung und schädlicher Netz-Abhängigkeit von ‚Likes‘ und ‚Favs‘?

Wo wird das ‚Gefällt mir‘ von Facebook und Co. zum sozialen Feedback für die Persönlichkeit, ohne das die seelische Leere bedrohlich wird?

Wer ein eigenes, professionelles Verständnis sozialer Medien gewinnen möchte, muss sich einlassen auf die Besonderheiten digitaler Kommunikation. Ein schmaler Grad zwischen Nutzen und Gefahren besteht hier vor allem für Menschen, die aufgrund ihrer persönlichen Lebenssituation drohen, abhängig zu werden von der digitalen Interaktion am Bildschirm oder Smartphone. Sozialer Rückzug aus alltäglichen, zwischenmenschlichen Bezügen macht sie besonders verletzlich gegenüber Cyber-Mobbing, Shitstorms und Cyber-Stalking.

Netz-Abhängigkeit – oder Abhängigkeit im Netz?

Für Menschen mit Kontaktschwierigkeiten oder schweren seelischen Beeinträchtigungen, die den Umgang mit anderen Menschen im direkten Gegenüber oft kaum bewältigen können, wird jedoch der Schutz der Anonymität und der Distanz des „Screen“ zur rettenden Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen. in der digitalen Kommunikation liegen kann, zeigt ein Beitrag von Iris Mostegel in der Stuttgarter Zeitung. Sie berichtet von der Arbeit des Therapiezentrums für Folteropfer in Berlin:

Welche Chancen hier in der digitalen Kommunikation liegen können, zeigt ein Beitrag von Iris Mostegel in der Stuttgarter Zeitung. Sie berichtet aus der Arbeit des Therapiezentrums für Folteropfer in Berlin:

Manche Mail bleibt ewig im Kopf